Norma

Das antike Norba

Norma ist ein einzigartiger Ort: Die Lage auf einem Felsplateau hoch über der Ebene von Latina, ca. 80 km südlich von Rom, bietet fantastische Ausblicke, bei klarem Wetter reich der Blick bis über das Kap S. Felice Circeo hinaus auf das Meer und die Pontinischen Inseln. Es ist auch ein beliebter Startpunkt für Drachenflieger.

Uns interessieren aber ganz besonders die Ausgrabungen des antiken Norba. Auch diese sind einzigartig: die antike Stadt wurde nach ihrer kompletten Zerstörung unter dem Diktator Sulla nicht wieder aufgebaut, vielmehr entstand das neue Norma ein paar hundert Meter entfernt auf einem benachbarten Hügel. Dadurch ergibt sich die nahezu einmalige Gelegenheit, dass die Ruinen nicht inmitten einer modernen Stadt liegen und oft ihre Strukturen durch spätere Bauten verdeckt und nicht mehr erkennbar sind. Leider wurden die Ausgrabungen nicht zu Ende geführt, trotzdem kann man viele alte Bauten, insbesondere die gut erhaltenen Kyklopenmauern, gut erkennen.

 

Sermoneta

Ich kenne Sermoneta seit den 1980er Jahren. In dieser Zeit war es ein halb verfallenes und verlassenes Bergdorf. Das einzig wirklich schöne damals war die traumhafte Lage auf einem Bergkamm mit tollem Ausblick in die Pontinische Ebene bis aufs Meer. In den letzten jahren hat sich Sermoneta zu einem kleinen Juwel voller Leben entwickelt. Der mittelalterliche Dorfkern ist komplett restauriert und mit Blumen und Bäumen geschmückt, es gibt einige romantische und gute Lokale, ideal für einen kulinarischen Ausflug in die Vergangenheit. Weithin sichtbar ist das Kastell der Familie Gaetani, seit dem 13.Jahrhundert Herrscherin über diesen und etliche andere Orte im Raum südlich von Rom, die Familie existiert bis heute. Über diese Familie ist Sermoneta eng verbunden mit Ninfa.

Der magische Garten von Ninfa

Von einem Mitglied der Familie Gaetani wurde ab den 1920er Jahren der Garten von Ninfa geschaffen. Die Ruinen des alten Ortes Ninfa, der mittelalterlichen Burg und der Kirche wurden mit großem Gespür für das romantische Zusammenwirken von Landschaft, Bauten, Botanik und Gartengestaltung in einen Zaubergarten verwandelt, in dem auch die Musik eine Rolle spielt. Die einzelnen Wasserläufe mit ihren Kaskaden wurden insbesondere nach dem Klang des Wasserrauschens gestaltet, im alten Anwesen auf dem Gelände, wo noch heute jedes Jahr Musikfestpiele stattfinden, steht ein Flügel, ein Geschenk des Komponisten Franz Liszt an den Grafen Gaetani. Den Zauber des Gartens, der im Sommerhalbjahr an den Wochenenden mit Führung besichtigt werden kann, kann man nicht beschreiben, man muss den Garten besuchen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen.